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TIPTOE von Emilie Capato

14 Jun 2023
TIPTOE von Emilie Capato

Wie sieht TIPTOE durch die Augen einer Künstlerin oder eines Künstlers aus?

Ständig auf der Suche nach Inspiration haben wir Künstlerinnen und Künstlern freie Hand gegeben, unsere Stücke in ihrer eigenen Welt zu interpretieren. So treffen zwei kreative Bereiche aufeinander und TIPTOE zeigt sich aus einem anderen Blickwinkel. Lernen Sie die Illustratorin und Grafikdesignerin Emilie Capato kennen.

Kannst du dich vorstellen?

Ich heiße Emilie Capato und bin Gründerin des atelier mio. Ich bin freiberufliche Illustratorin und Grafikdesignerin mit Sitz in Lyon und spezialisiert auf den kulinarischen Bereich.
Meine Arbeit ist von Gegenständen und Momenten des Alltags inspiriert, von mit altem Geschirr gedeckten Tischen, Blumen vom Markt, saisonalem Obst und Gemüse. Aber auch von den Stillleben meiner Lieblingsmaler Pierre Boncompain, Henri Matisse und Pierre Bonnard. Der Tisch, ein wiederkehrendes Motiv in meinen Illustrationen, ist der des Alltags. Es ist der Tisch eines Sonntagsfrühstücks, einer winterlichen Kaffeepause oder eines festlichen Abendessens. Eine Interpretation geselliger, genussvoller und farbenfroher Momente.

Ich arbeite mit verschiedenen Medien für meine Illustrationen: Stickerei, Gravur oder digital, aber alles beginnt immer mit der Zeichnung, der Komposition und schließlich der Farbe.

Wie definierst du deine kreative Welt?

Farbenfroh und wohltuend – das ist jedenfalls das, was ich mit meinen Illustrationen vermitteln möchte.

Wo findest du im Alltag Inspiration?

In all den Alltagsgegenständen, zunächst bei mir zu Hause und dann auch sehr oft bei anderen. Wenn ich eine Idee für einen Tisch oder eine Szene im Kopf habe, die ich darstellen möchte, recherchiere ich, bevor ich zu zeichnen beginne, nach Objekten, die ich in dieses Bild einbauen könnte. Pinterest und Instagram sind natürlich eine gute Inspirationsquelle. Ich suche auch gern bei Verlagen für Designobjekte nach Ideen, etwa Alessi, TIPTOE, Vitra. Und wenn ich ins Café, in eine Bar oder ins Restaurant gehe, mache ich es mir zur Gewohnheit, die Elemente auf dem Tisch, die mir gefallen und mich ansprechen, zu fotografieren oder zu zeichnen: ein Glas, eine Wasserkaraffe, ein schöner Teller. Und natürlich in der Malerei, im Museum und in Filmen.

Welchen Stellenwert hat dein Zuhause für dich? Was sagt es über dich aus?

Ich räume meinem Zuhause viel Platz ein, zumal ich seit einigen Jahren immer häufiger von zu Hause aus arbeite. Ich muss mich dort wohlfühlen, und die Dekoration trägt viel dazu bei. Ich brauche viele Bücher in Sichtweite, Bilder meiner Lieblingsillustratoren an der Wand, Pflanzen, natürliches Licht und Farbe.

Warum hast du dich für die DUKE Bank für dein Zuhause entschieden?

Seit Jahren schleppe ich Stühle mit mir herum, die ich für fast nichts in einem Secondhand-Kaufhaus gekauft habe. Einige von ihnen sind sehr beschädigt; ich wollte sie ersetzen und hatte Lust auf eine gesellige Sitzgelegenheit. Ich liebe große Tafeln mit sehr eklektischen Sitzmöbeln. Mit der DUKE Bank habe ich etwas großzügig geplant: Der Tisch im Wohnzimmer wirkt jetzt ganz klein ich werde wohl warten müssen, bis ich mehr Platz habe, um meine Träume von großen Tafeln zu verwirklichen!

Was hat dich daran gereizt, unsere Objekte in dein Universum zu integrieren?

Meine Komfortzone zu verlassen, indem ich an einem größeren Bildausschnitt arbeite als nur der reinen Tischplatte; den Tisch zu verlassen und in den Bereich Küche zu gehen, mit den TIPTOE Wandregalen, die ich mit großer Freude gezeichnet habe. Und schließlich die Küche zu verlassen und bis ins Wohnzimmer zu gehen – das war übrigens die Illustration, die mir die größten Schwierigkeiten bereitet hat. Aber es ist immer gut, seine Komfortzone zu verlassen, und genau das war ein bisschen die Herausforderung, die ich mir mit dieser Zusammenarbeit gestellt hatte!

Eine aktuelle kreative Entdeckung, die du mit uns teilen möchtest?

Es handelt sich eher um eine Wiederentdeckung: die Arbeit von Nathalie Du Pasquier. Ich kannte ihre Arbeiten als Designerin und Grafikerin für die Memphis-Bewegung sowie ihre jüngeren Malereien rund um die Komposition farbiger geometrischer Formen. Vor Kurzem habe ich jedoch ihre figurativen Gemälde entdeckt, die sie Anfang der 2000er-Jahre bis 2008 geschaffen hat: Kompositionen aus Alltagsgegenständen, Gläsern, Karaffen, Töpfen oder auch Büchern, immer sehr geometrisch, mit Stapelungen, Spielen aus Schatten und Transparenz und geringer Tiefenschärfe.

Eine coole Adresse, die du allen Lyon-Besuchern empfehlen würdest?

Tandem für einen Kaffee, um die Auswahl an Feinkostprodukten und Objekten lokaler Designer zu genießen. Okara für einen Kaffee, einen Matcha Latte und das Frühstücksangebot. Die Bäckerei MADO für ihre Sauerteigbrote, ihre Gemüse-Focaccia und ihre Panettone. Café Arsène oder Grive, um gut zu essen und wegen ihrer Terrasse im Frühling und Sommer! Für einen Verdauungsspaziergang: die Jardins du Rosaire unterhalb von Fourvière – im Frühling, wenn die Glyzinien blühen, ist die Aussicht atemberaubend und der Park sehr grün.